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Die Vergoldung von Rahmenoberflächen auf Kreidegrund
und Poliment ist ein altes kunsthandwerkliches Metier. Es
arbeitet mit bewährten, bis heute unübertroffenen
Techniken und viel Wissen und Erfahrung. Der Rahmenvergolder verwendet verschiedene Metallfolien,
vor allem aber Blattgold. Bereits um 2500 v. Chr. verstanden
es die alten Ägypter, hauchdünne Goldblätter
herzustellen. Diese waren bereits etwa 1/1000 Millimeter
dünn. Das heute mit modernen Schlagautomaten geschlagene
Blattgold ist jedoch zehnmal dünner. Die dünnsten
Blattgoldsorten haben eine Stärke von nur 1/10000 Millimeter
und sind somit etwa vierhundertmal dünner als ein durchschnittliches
Menschenhaar. Aus einem 1 Kilogramm schweren Goldbarren lassen sich etwa
65.000 Blätter (Format 80 x 80 mm) 23karätiges
Blattgold schlagen mit einer Materialstärke von 1/7000
Millimeter. Die Angabe Karat beziffert den Reinheitsgrad
der Goldlegierung. Sie geht auf ein im Mittelalter gebräuliches
Gewichtsmass zurück. Gold und Silber wurden in "Kölnischer
Mark" gewogen. Als Karat wurde der vierundzwanzigste
Teil dieses Gewichts - das sind 9,74 Gramm - bezeichnet.
Heute geht man wie bei Goldschmuck auch beim Blattgold dazu über,
den Goldanteil einer Legierung nach dem Dezimalsystem in
Tausendstel auszudrücken. So kostbar Blattgold als Material für Echtvergoldung
auch ist, massgebend für den Preis eines Vergolderrahmens
sind die Arbeitskosten für die Vergoldung. Sie werden
vornehmlich vom Arbeitsaufwand für den Aufbau des Untergrundes
bestimmt. Wer den Preis eines "übereckvergoldeten" Rahmens
nachvollziehen und richtig einschätzen will, muss wissen,
wie ein Vergolderrahmen zustande kommt, das heisst, wie aufwendig
seine Herstellung ist. weiter
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